Sigmar Gabriel

„Wasser heißt Leben und ist ein kostbares Gut, das wir alle schützen müssen. Moderne Technologien und verantwortungsvoller Umgang..." mehr

Beschreibung des Bildes
Wassermangel und Klimawandel bedrohen weltweit Stabilität

Berater der Bundesregierung berichten im neuesten Gutachten, dass ohne entschiedenes Gegensteuern viele Gesellschaften überfordert sind... WBGU-Bericht


Win-Win-Gespräch zwischen Hochschule und Wirtschaft

...Wirtschaft bietet, Hochschule sucht --- Hochschule sucht, Wirtschaft bietet mehr...

Team Suderburg

Campusteam Suderburg

Die größte aller Freiheiten ist die Freiheit, zu jeder Situation die eigene Einstellung zu äußern. mehr

Pro Campus Suderburg

Verein "Initiative Campus Suderburg" ist gegründet

Verein Initiative Campus Suderburg ist gegründet
Initiative Campus Suderburg ist gegründet

Suderburg. "Initiativ werden, konkrete Dinge in die Hand nehmen und aktiv intelligente Wasserlösungen für die Zukunft unterstützen - kann nur richtig sein", fasst Rolf Schröder, Gründungsmitglied und derzeit Vorsitzender, seine Motivation zusammen.

Die Gründe sind vielfältig, die Ziele konkret, Entscheidungen werden zügig getroffen. Uns so ist auf dem Campus- Bohrfest am 7.11. 2008 der Verein "Initiative Campus Suderburg" gegründet worden. Den Gründern geht es im Wesentlichen um Folgendes.

Allgemeiner Zweck des Vereins ist die Unterstützung der akademischen Ausbildung in Suderburg insbesondere durch Organisation von Werbe- und marketingaktivitäten für den Campus. Dies soll u.a. durch einen dauerhaft besetzten Arbeitsplatz gewährleistet werden.

Konkret will der Verein „Initiative Campus Suderburg“ folgende Parameter erreichen:

  • die regionale und internationale Profilierung des Studienstandortes Suderburg stärken
  • Informationen rund um das Studium und die Lehre bündeln und veröffentlichen
  • die internationale Vernetzung der Studierenden fördern
  • die Schnittstelle zwischen Campus und Industrie optimieren mit dem Ziel intensiver Kooperationen
  • den Studienstandort positionieren für die Durchführung von Kongressen, Symposien und Weiterbildungsworkshops im wissenschaftlichen Sinn.
  • den Studienstandort begleiten und beobachten mit dem Ziel, das Image und die Kompetenzen in der Öffentlichkeit ständig zu aktualisieren und zu verbessern

Ernst Frost von der Wasserstiftung
Ernst Frost, WasserStiftung

Ziel ist es, den/die Campusmanager/in bereits zu Beginn des Jahres 2009 einzusetzen. Die Gründer sind der Ansicht, dass ein kurzfristiges effektives und nachhaltiges Handeln für den Campus nur durch kompetente Koordination und Planung der vorgenannten Aufgaben möglich ist.
Als neuer Kooperationspartner der Initiative Campus Suderburg ist am Gründungstag die Wasserstiftung angetreten. "Wasser heißt Zukunft, bedeutet Leben. Der Campus Suderburg hat seine Kompetenz in Sachen Wasser seit mehr als 150 Jahren bewiesen und ist international ausgerichtet - deshalb ein idealer Partner für die WasserStiftung", so Ernst Frost von der WasserStiftung.
Impressionen der Veranstaltung / Fotoalbum

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Praktische Lösungen während des Studiums finden

Erfolgreiche Gruppenarbeit motiviert

Suderburg.Ein praxisorientiertes und mit Projektarbeiten gespicktes Studium kann ein wichtiger Türöffner zum Berufseinstieg sein. „Wir denken, gute Team-Leistungen bringen uns nicht nur Renommee, sondern auch eine gute Vorbereitung für den Job“, so Baldur Bachmann, Student im 8. Semester. Er und sechs weitere Studierende des Suderburger Umweltcampus behaupten das jedenfalls und arbeiteten gemeinsam an einem Projekt in Wienhausen, das der zuständigen Gemeinde wichtige Hinweise über Kosten und Nutzen geben wird. Konkret ging es um die Sedimenteinlagerungen (Rückstände) am Mühlenkanal, einem Seitenarm der Aller im Bereich Wienhausen bei Celle. Hier bewirtschaften rund 1200 Mitglieder des Fischereivereins „Früh Auf“ elf Altarme der Aller. Der Mühlenkanal ist besonders stark verlandet und enthält Sedimente, die bspw. das Abfließen des Wassers in Hochwassersituationen behindern. Er soll demnächst saniert werden. Nach näherer Untersuchung stellten die Studierenden außerdem eine hohe Schwermetallbelastung in den Sedimenten der Nebenarme fest - eine Problemstellung, die Dr. Gerd Nehmann bei der Kontaktaufnahme mit Prof. Andrea Töppe vom Campus Suderburg nicht bekannt war.

Die angehenden Ingenieure und Ingenieurinnen für Wasserwirtschaft und Bodenmanagement entdeckten, dass der jeweilige Schwermetallgehalt so hoch ist, dass eine Verwertung in der Landwirtschaft ausgeschlossen ist und bei einer Entnahme nur eine kostenintensive Entsorgung des Sediments in Frage kommt. Das Ergebnis der Studenten: Rund 6000 t Sedimente müssten entsorgt werden, bei geschätzten Kosten von ca. 800.000 Euro. Diese Empfehlung gab man kürzlich den gemeindlichen Gremien in Wienhausen bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Für die Gemeinde Wienhausen wird das eine teure Angelegenheit, vor allem, wenn man weiß, dass diese Sedimente nach der Räumung wieder anfallen werden. Also suchten die Studierenden nach einer Lösung, diese Sedimente gar nicht erst entstehen zu lassen. Sie empfahlen eine Strukturverbesserung, bspw. der Gewässerrandstreifen, wollen die Sedimentschicht über den Abbau organischer Substanzen verringern und sprechen sich insgesamt für einen naturnahen Wasserbau aus. Renaturierungs- und Humus bildende Maßnahmen sind absolut notwendig. David Borchert, Mandy Dreyer, Patrick Gepperts, Baldur Bachmann, Falko Stöcker, Daniel Gauglitz und Monika Tischbierek waren ein funktionierendes Team und zogen diese zweisemestrige Aufgabe auch in der vorlesungsfreien Zeit akribisch durch. Allesamt lobten sie die gute Betreuung durch Prof. Andrea Töppe und sehen ihrem Abschluss alles andere als ängstlich entgegen. Baldur Bachmann, der zuvor beim ILF-Institut in Innsbruck war, wird seine Diplomarbeit zum Thema Umwelttechnik ausrichten wollen. Er und seine Mitstreiter legten eine erfolgreiche Präsentation mit nachhaltigen Lösungen in Wienhausen vor und in Sachen Studium, Projektarbeit weiterhin hoch motiviert.


Campus Suderburg bietet sichere Jobaussichten

Deutschlandweit fehlen 75.000 Ingenieure
Tag der offenen Tür – Technik erleben

Suderburg. „Jungen Menschen muss frühzeitig ein klares Bild von Inhalten, Anwendungen und Schwerpunkten der Studiengänge vermittelt werden. Dafür ist eine stärkere Verknüpfung zwischen Schule und Hochschule, später auch zwischen Hochschule und Wirtschaft nötig“, erklärt Andrea Töppe, Professorin vom Campus Suderburg.

Ganz gleich, unter welchem Dach sich der Campus Suderburg künftig präsentieren wird - an der anerkannten Kompetenz, der guten Ausstattung und dem innovativen ingenieurtechnischen Denken auf internationaler Ebene wird sich nichts ändern. Traditionell waren es in Deutschland die Ingenieure, die mit ihren technischen Errungenschaften für Innovationen sorgten. Ingenieure gibt es inzwischen aber zu wenig. Aus diesem Grund wirbt der Campus Suderburg für die Studiengänge Bauingenieurwesen (mit Schwerpunkt Wasserwirtschaft und Tiefbau) sowie Wasser- und Bodenmanagement, die es spätestens ab dem Wintersemester 2009/2010 wieder als disziplinäre 7- oder sogar 8-semestrige Bachelorstudiengänge mit einer integrierten Praxisphase geben soll. Ein neues Standbein am Campus Suderburg geht als Bachelorstudiengang möglicherweise in Richtung Baubetriebswirtschaft. In Suderburg versteht man sich auch als Umweltcampus.

Prof. Hon. Prof. Dr.-Ing. Andrea Töppe
Prof. Hon. Prof. Dr.-Ing. Andrea Töppe

„Die Weltbevölkerung wächst, das Klima verändert sich und die Ressourcen werden knapper. Wir müssen intelligent reagieren, brauchen schlaue Menschen mit technischem Know-how. Suderburg ist für ein derartiges Studium bestens ausgestattet“, appelliert Andrea Töppe weiter an die jungen Menschen.

Weil die Jobaussichten und Studienangebote gut sind, ist den meisten Studierenden das neue administrative Dach (FH Braunschweig/Wolfenbüttel oder FH Hannover) eher unwichtig. Wichtig sind den jungen Männern und Frauen vielmehr gesicherte, zukunftsorientierte und praxisorientierte Abschlüsse mit garantierter Jobaussicht.

Aus diesen Gründen lädt der Campus Suderburg am 20. Januar und 10. März erneut zu Informationsveranstaltungen rund um die Ingenieurstudiengänge ein. In der Zeit von 9:00 - 13.15 Uhr beantworten Professoren und Professorinnen Fragen, zeigen wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen technische Raffinessen der Labore auf, können Schüler Fragen stellen, die sie im Zusammenhang mit Studium, Chancen im Ausland und Jobaussichten haben. „Jede Frage ist berechtigt und wir werden sie so detailliert wie möglich beantworten und -Technik ist nicht nur Männersache!“, erklärt Prof. Dr. Andrea Töppe. Im vergangenen Jahr informierten sich mehr als 400 Schüler und Schülerinnen über ein Studium am Campus Suderburg.

Seit 2004 reicht die Anzahl der Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge in Deutschland nicht mehr aus, um den Bedarf an Fachkräften zu ersetzen. Im Oktober 2008 fehlten bereits 75.000 Ingenieure. Damit ging der Volkswirtschaft allein im Jahr 2007 eine Wertschöpfung in Höhe von 28 Mrd. Euro verloren. Um diese „Ingenieurlücke“ zu schließen, müssen nahezu 200 % mehr Studierende als bisher diese Studiengänge abschließen. Das könnte schwierig werden, denn die Quote der Studienabbrecher liegt bei rd. 25 % – eindeutig zu hoch. Häufigste Gründe dafür sind Probleme bei der Finanzierung des Studiums, falsche Vorstellungen von Studieninhalten, mangelnde Motivation und hoher, anhaltender Leistungsdruck.

In Suderburg beugt man dieser Abbrecherquote mit Schüler- Informationstagen und individueller Studienberatung vor. Der übersichtliche Campus lässt ohnehin enge Kontakte zu Professoren und Studierenden untereinander zu, so dass wichtige, sogar existentielle Fragen unbürokratisch und direkt gelöst werden können. Nicht zuletzt deswegen strebt der Campus Suderburg wieder ein eigenes Dekanat (Verwaltung) an.


Wasser ist Leben

Trinkwasserknappheit in Bopal
Brunnen für Brauchwasser, das als Trinkwasser verwendet wird

...und bedeutet Wachstum und Verantwortung. Wasser ist knapp – rd. 1 Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Diese Tatsache wird künftig für Konflikte (siehe WBGU-Bericht der Bundesregierung rechts), sorgen. Moderne Technologien, vernünftiges Ressourcenmanagement und die globale Betrachtung der Wasserfrage sorgen für eine Neuausrichtung in Forschung und Industrie. Dieser Herausforderung begegnen derzeit rund rund 500 Männer und Frauen, die Ingenieurwissenschaften mit den Schwerpunkten Bauingenieurwesen (civil engineering) sowie Wasser- und Bodenmanagement (water- and soilmanagement)in Suderburg studieren. Mehr dazu in den unten angefügten Infobriefen. Der Suderburger Umweltcampus – das Department für Bau-Wasser-Boden - ist international vernetzt und legt großen Wert auf Kommunikation. Intensiver Austausch, flexibel einsetzbare und mit wassertypischem Ambiente ausgestattete Hightec-Einrichtungen auf der grünen Wiese machen den Standort sympathisch. Experten schätzen den renommierten Umweltcampus mit dem besonderen Innovationsklima.

Studieninformationen

Die Chance
Individuell studieren
Exzellent studieren heißt Karriere
Umweltcampus Suderburg – das Unternehmen
Technik ist weiblich

Kostenlose Kindergartenplätze für studierende Eltern

Fraueninteresse an Technik
Fraueninteresse an moderner Technik

Suderburg.Technik ist weiblich und ein Studium durchaus vereinbar mit der Familie. Auf dem Campus Suderburg ist das seit diesem Sommer Realität. Nicht nur der Kabarettist Caveman bestätigt schon seit Jahren, dass Frauen multitaskingfähig sind. In Suderburg will man diese Eigenschaft fördern und berücksichtigt sogar künftig das frauenspezifische Technikinteresse beim Studienangebot - und bietet überdies kostenlose Kindergartenplätze an. Face to face – Beratungen und Mentoring-Programme sorgen für die individuelle Planung und Begleitung bis hin zur späteren Jobfindung.

Die Gründe für das suderburgspezifische Engagement liegen auf der Hand, denn Frauen bringen von Haus aus wichtige Eigenschaften für Ingenieurwissenschaften mit. Sie verfügen über Organisationstalent, Praxisorientiertheit, Technikinteresse, Flexibilität und denken interdisziplinär. Neugier, soziale Kompetenz und kommunikative Fähigkeiten fördern die immer wichtiger werdende Teamarbeit. „Frauen sind es gewohnt, mehrere ´Bälle in der Luft zu halten`. Das wollen wir fördern, damit frau diese gute Eigenschaft auch für die eigene Entwicklung optimal nutzen kann“, erklärt Prof. Dr. Andrea Töppe vom Campus Suderburg. Mit Blick auf die Karriere bedeutet das: „Technik kann durchaus ‚weiblich’ sein. Wir fördern diese absolut wichtigen Eigenschaften, weil wir erkennen, dass unsere Studentinnen hoch motiviert und unsere Absolventinnen ihr Studium mit sehr guten Ergebnissen abschließen. Exzellente Ingenieurinnen sind das Ergebnis und die brauchen wir für unsere Zukunft“, ist Prof. Töppe überzeugt. Zurzeit beträgt der Frauenanteil bspw. im laufenden Studiengang Wasserwirtschaft und Bodenmanagement rund 35 Prozent. Diese Quote will man auch im Bereich Bauingenieurwesen erreichen. Gerade in der Wasserwirtschaft steigt der Bedarf an Fachkräften rasant. Wasser ist ein wertvolles Gut und muss intelligent und mit Kreativität gemanagt werden. Diese immens wichtige Aufgabe ist zukunftsweisend, wie die Berufsperspektiven überdurchschnittlich gut sind. Als Attraktivität für Frauen käme noch die Chance auf spätere Teilzeitjobs hinzu – wenn gewollt. So sollte nach der Vereinbarkeit von Studium und Familie auch der Vereinbarkeit von Karriere und Familie nichts mehr im Wege stehen.

Wer von seinen technischen Neigungen, dem Berufschancen und den IngenieurInnenberuf noch nicht überzeugt ist, könnte folgende Linktipps aufrufen: Infos zum Campus unter: www.campus-suderburg.de. aktuelles Studienangebot auf dem Campus Suderburg der Ostfalia; www.dibev.de: dib – deutscher ingenieurinnen bund e.V.; www.think-ing.de: Portal zu Chancen im Ingenieurberuf; www.be-ing.de: IngenieurIn sein! Mit Eignungstest und vielen Tipps zum Ingenieurstudium; www.FrauenmachenKarriere.de: Portal für Frauen vom BMBF undwww.dab-ev.org: Seite des Deutschen Akademikerbundes zur Förderung von Frauen mit akademischer Ausbildung.

Hochschulen, Niedersachsen setzt weiterhin auf Qualität

Herausgeber: Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Niedersächsischer Wissenschaftsminister Lutz Stratmann
Niedersächsischer Wissenschaftsminister Lutz Stratmann

HANNOVER. Obwohl Niedersachsen Studierende an Bremen und Hamburg abgibt, ist in Niedersachsen die Absolventenquote in den letzten Jahren gestiegen, darauf hat der Niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann hingewiesen. ...... "Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, kommt es darauf an, dass möglichst viele Studenten ein qualitätsvolles Studium erfolgreich abschließen", so Stratmann. Bei den Abschlussquoten der Hochschulen liegt Niedersachsen gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern mit 20 Prozent eines Altersjahrgangs an der Spitze der Flächenländer in Deutschland. Mit dem Hochschulpakt 2020 wird Niedersachsen die Studien-anfängerquote noch einmal deutlich erhöhen: allein bis zum Jahr 2010 werden 11.200 zusätzliche Studienanfängerinnen und Studienanfänger an den niedersächsischen Hochschulen aufgenommen. Dabei liegt in Niedersachsen ein deutlicher Schwerpunkt auf dem Ausbau der natur- und ingenieur-wissenschaftlichen Studiengänge.

Der letzte Woche vorgelegte Bildungsbericht zeigt, dass Niedersachsen sich - auch durch mehr Möglichkeiten zum Hochschulstudium ohne Abitur - auf einem guten Weg befindet, dem Fachkräftemangel frühzeitig entgegenzuwirken. Stratmann weist den Vorwurf zurück, dass ausländische Studierende von einem Studium in Niedersachsen abgehalten würden, weil sie kein Darlehen für ihre Studiengebühren in Niedersachsen erhalten: "Auch für ausländische Studierende gibt es verschiedene Möglichkeiten, in Niedersachsen ein Studienbeitragsdarlehen oder ein Stipendium zu bekommen", so der Wissenschaftsminister.

Dass Studienbeiträge in Niedersachsen keine abschreckende Wirkung haben, zeigt die Tatsache, dass die Studienanfängerzahlen seit 2007 sogar gestiegen sind. Die Abschaffung der Studienbeiträge in Hessen hat daher keine Auswirkung auf Niedersachsen. Auch mehr als 70% aller Hochschulen in Deutschland verbessern weiterhin durch die Beiträge ihre Studienbedingungen.

Studium „rockt“ auf hohem Niveau

Professionelle Diplomarbeiten für die Praxis

Suderburg. Sie starteten an der Fachhochschule Nordostniedersachsen, erlebten die Fusion von Universität und Fachhochschule und absolvierten ihr Diplom an der Stiftungsuniversität Leuphana. Flexibel sein und sich neuen Strukturen anpassen, haben sie gelernt.

Björn Onno Kaiser und Thorben Hutmann
Björn Onno Kaiser und Thorben Hutmann

Erst vor wenigen Monaten verließen sie den Campus Suderburg mit Master- oder Diplomabschluss in der Tasche Richtung Berufsleben. Jetzt trafen sie sich als Ehemalige des Campus’ Suderburg in ihrer Alma Mata wieder. Anlass war die offizielle Verleihung der Abschlussarbeiten und die Prämierung der drei besten Diplomarbeiten durch die Karl-Hillmer-Gesellschaft (KHG) Suderburg. Nur rund die Hälfte aller Absolventen und Absolventinnen konnte diesen Termin wahrnehmen. Berufliche Verpflichtungen, Wohnungswechsel und Auslandsaufenthalte verhinderten die Anwesenheit der Übrigen. „Ich werte das als gutes Zeichen, denn aus unserem Jahrgang haben alle einen Job“, erzählt Sandy Nürnberg, frischgebackene Diplomingenieurin, und meint, im Rückblick sei das Studium eine runde Sache gewesen. „Für den Beruf sind wir praxisorientiert aufgestellt, unser Jahrgang ist zu einer festen Gemeinschaft gewachsen und Karin Haase im Sekretariat kannte sogar meine Matrikelnummer auswendig - wo gibt es das sonst?“

Thorben Hutmann der beste Absolvent seines Jahrganges
Thorben Hutmann der beste Absolvent seines Jahrganges

Dass diese Rahmenbedingungen zu guten Ergebnissen führen, belegen die besten neun Arbeiten, die im Notenspektrum von 1,0 bis 1,3 lagen. Erarbeitet wurden die Diplomarbeiten anhand von Fragestellungen u.a. in Norwegen, Indien und Deutschland. Die KHG prämierte die drei besten Diplomarbeiten mit dem Suderburger Ingenieurpreis. Thorben Hutmann erhielt den ersten Preis - sein akribisch erarbeitetes Thema: „Ertüchtigung der Kläranlage Sögel“. „Diese Arbeit ist überaus professionell, sie könnte von einem renommierten Ingenieurbüro stammen“, lobte Ulrich Ostermann, Vorsitzender der KHG, diese umfassende Diplomarbeit. Thorben Hutman bedankte sich sichtlich überrascht, denn er erführ von seiner Auszeichnung erst unmittelbar vor der Veranstaltung. Prof. Dr. Ing. Artur Mennerich begleitete diese Arbeit. Den zweiten Preis erhielt Björn Onno Kaiser. Sein Thema beschäftigte sich mit der „Retentionswirkung des Reservoirs Storsjoen bei Hochwasser im Einzugsgebiet der Glomma“, einem Flussgebiet in Norwegen. Kaiser verfasste seine Arbeit komplett in Englisch. Die wissenschaftliche Prüfung der Abschlussarbeiten übernahmen Verw. Prof. Dipl. Geogr. Mariele Evers und Prof. Dr. Ing. Andrea Töppe. Björn Onno Kaiser verabschiedete sich mit den Worten: „Das Studium in Suderburg hat mir viel gegeben und - ´Suderburg rockt` in Sachen Wissen. Herzlichen Dank!“ Der dritte Preis ging an Verena Andrea Schmidt. Ihr Thema: Analyse und Bewertung des Hamburger Freihafens aus unternehmerischer Sicht. Andrea Schmidt war nicht anwesend. Sie arbeitet bereits bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz und hatte für diesen Tag ihren Umzug geplant.

„Eine wertvolle Analyse, die Werte und Schäden bei einem Hochwasserszenario gegenüberstellt“, resümierte Ulrich Ostermann. Der Suderburger Ingenieurpreis wird jährlich vergeben und ist mit 1000 bzw. 500 Euro dotiert. Kriterien sind u. a. ingenieur-fachliche Leistungen.

Eingebettet würde die Verleihung des Suderburger Ingenieurpreises von Grußworten und Berichten. Prof. Ulrich Hoffman, Dekan der Fakultät III Umwelt und Technik gratulierte den Absolventen herzlich. Dabei zeigte sich vom Standort und hier vor allem von der gut 150-jährigen Geschichte beeindruckt. Hoffman erklärte weiter, er habe die im Jubiläumsband „Eröffn` ich Räume vielen Millionen“ aufgeschriebene Geschichte mit großem Interesse gelesen.

Einen aktuellen Ausblick in Sachen Hochschulentwicklung gab Prof. Dr. Albrecht Meißner. Unter den rund hundert Besuchern waren auch die Jubilare verschiedener Examensjahrgänge, die von Prof. Dr. Ing. Klaus-Peter Salomo für ihre langjährige Zugehörigkeit in der KHG geehrt wurden.

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